Grusswort

Liebe Pfarreiangehörige
Der Monat Oktober ist geprägt von kulturellem und religiösem Brauchtum, von der Beziehung zwischen Mensch und Natur.
Es ist ein Bedürfnis vieler Menschen, für eine gute Ernte zu danken, die Freude über die Früchte harter Arbeit, über das, was die Natur dem Menschen schenkt, mit anderen zu teilen. In vielen Kulturen und religiösen Riten weltweit kommt diese Dankbarkeit immer wieder zum Ausdruck.

In der christlichen Tradition feiern wir diese Dankbarkeit im Erntedank-Gottesdienst, der die Verbindung Mensch, Natur und Gott würdig zum Ausdruck bringt. Dieses Fest feiern wir Christen am ersten Sonntag im Oktober. Gerade in unseren Tagen muss immer wieder daran erinnert werden, dass nichts von all dem Guten, was dem Menschen durch die Natur zuteil wird, selbstverständlich ist. Für eine reiche Ernte, für unser täglich Brot wollen wir Gott ganz besonders danken.

Der Oktober ist aber auch als Marienmonat bekannt und erfreut sich unter den Gläubigen besonderer Marienfrömmigkeit.
Dazu zählen das Rosenkranzfest und das Rosenkranzgebet. Das Rosenkranzfest hat seinen Ursprung im 16. Jahrhundert. Genauer gesagt, es geht auf das Datum des siebten Oktobers 1571 zurück. In der Seeschlacht von Lepanto siegte damals die Flotte von Papst Pius V. über die zahlenmässig überlegene Flotte der Osmanen. Diesen überraschenden Sieg, den die zahlenmässig unterlegene päpstliche Flotte errungen hatte, schrieb der Papst dem Rosenkranzgebet zu. Als Glaubensgemeinschaft erfreuen wir uns dieser Feste und Bräuche weiterhin in unserer Pfarrei. Sie stiften immer wieder Sinn und Orientierung in unserem Leben, lassen uns als von Gott geliebtes Geschöpf, eingespannt zwischen Himmel und Erde, erfahren.

Diakon Andreas Neira