Grusswort

Der Bettag und die neue deutsche Rechtschreibung
Wie wird der Bettag eigentlich in der neuen deutschen Rechtschreibung geschrieben? Bettag oder Betttag? Von der Rechtschreibung her geht beides, nur haben beide Worte eine ganz unterschiedliche Bedeutung.
Wie sieht das bei uns aus: Ist der Sonntag für uns ein Bet-Tag oder ein Bett-Tag? Beten, danken und büssen sind grundlegende Haltungen eines Christen.

«Wie sait mer?» Dies haben wir als Kinder viele Male von unseren Eltern gehört. Dankbarkeit ist ein Ausdruck der Wertschätzung und der Liebe. Aufrichtige Dankbarkeit füllt das Herz des Schenkenden mit Freude und macht ihn geneigt, immer wieder etwas zu schenken. Von Gott empfangen wir jeden Tag Gnade über Gnade, vielleicht ohne, dass wir uns dessen bewusst sind. Sind wir ihm für seine tägliche Liebe dankbar?

Barmherzigkeit und Busse gehören zusammen. Busse tun heisst, sich bewusst werden, auf dem falschen Weg zu sein und auf den rechten Weg zurückkehren.

Über das Gebet sagte Mutter Teresa unter anderem: «Ich konnte als Wurzel aller Schwierigkeiten die Vernachlässigung des Gebets ausmachen. Der erste Schritt zur Erneuerung der Gesellschaft muss mit dem Gebet beginnen.» Dessen war sich vor bald 200 Jahren auch die Tagsatzung bewusst und führte am 3. Sonntag im September den Dank-, Buss- und Bettag ein. An uns liegt es, zu entscheiden, mit vielen «t» wir ihn in unserem Leben schreiben wollen.

 

Pfr. Andreas M. Fuchs
Pfarreiadministrator