Besinnliches

Aschermittwoch
Bedenke, Mensch,
dass du Staub bist,
und zum Staub wirst du zurückkehren.
Bedenke, Mensch,
dass du endlich bist
und dass deine Zeit vergeht.
Bedenke, Mensch,
wer du bist
und gib, was du hast,
denn nur was du gibst,
wirst du behalten.
Bedenke, deinen Tod,
Staubgeschöpf,
damit dein endliches Jetzt
einmal verwandelt wird
in ein reiches, volles Leben.

Hildegard Nies in liturg. Zeitschrift «Te Deum», Verlage Maria Laach/kath. Bibelwerk


Die Botschaft von Weihnachten: Es gibt keine grössere Kraft als die Liebe.
Sie überwindet den Hass wie das Licht die Finsternis.

Martin Luther King


Und Gott hörte ihn
Ein Rabbiner ging zum Gebet durch
ein Dorf in den Wald dahinter. Dort, an
einem bestimmten Baum betete er.
Und Gott hörte ihn.

Sein Sohn ging ebenfalls durch das Dorf
in den Wald. Er wusste nicht mehr, wo
der Baum war. Deshalb betete er an
irgendeinem Baum.
Und Gott hörte ihn.

Der Enkel des Rabbiners kannte den
Baum nicht und den Wald nicht mehr.
Er betet im Dorf.
Und Gott hörte ihn.

Der Urenkel kannte weder Baum noch
Wald noch Dorf. Aber er kannte noch
das uralte Gebet. Er betet zuhause.
Und Gott hörte ihn.

Der Ururenkel kannte weder Baum
noch Wald noch Dorf und auch die
Worte des Gebets nicht mehr. Doch er
kannte die Geschichte und erzählte sie
seinen Kindern.
Und Gott hörte ihn.

Legende aus dem Judentum


Menschen sind wie Kirchenfenster.
Wenn die Sonne scheint, strahlen sie
in allen Farben, aber wenn die Nacht
kommt, kann nur ein Licht im Inneren
sie voll zur Geltung bringen
Elisabeth Kübler-Ross


Mariä Himmelfahrt
Wie die Sonne
Eine Sonne möchte ich sein
wie Du, Maria,
eine Sonne für meinen Nächsten,
die Leben, Wärme und Freude bringt.
Im Himmel beheimatet.
stehst Du mir tagtäglich zur Seite
als Freundin und Mutter!
Du hast immer ein Ohr für mich,
nie lässt Du mich allein.
Schenke mir Kraft,
in meinem Alltag auch eine «kleine»
Sonne zu sein!
Die Welt braucht es,
besonders in diesen Zeiten!

Martina Hack
Spurensuche.de


 

Heiliger Josef (19. März)
Gebet zum Schutzpatron der Kirche

Josef, dem die höchsten Güter
Gott der Vater anvertraut,
des Erlösers treuer Hüter,
Bräutigam der Gottesbraut.
Du Beschirmer frommen Seelen,
die ihr Heil dir anempfehlen,
du der Kirche Schutzpatron,
fleh’ für uns an Gottes Thron.

Blick, o Schutzpatron hernieder,
schirm der Kirche Haupt und Glieder:
Nimmst du sie in deine Hut,
tobt umsonst der feinde Wut.

Josef, führe die Verirrten
wieder auf den rechten Pfad.
O beschütze Herd und Hirten,
wenn Gefahr und Drangsal naht.

Schirm der Unschuld zarte Blüten,
wenn ringsum die Stürme wüten,
reich uns deine Vaterhand,
wenn wir gehen ins Heimatland.


 

Zum Jahreswechsel

Auf das, was da noch kommt
Auf jedes Stolpern, jedes Scheitern
Es bringt uns alles ein Stück weiter zu uns
Auf das, was da noch kommt
Auf das, was da noch kommt
Auf Euphorie und alles Leichte
Hoff, das wird lange noch so bleiben für uns
Auf das, was da noch kommt.

Max Giesinger und Charlotte Rezbach
«Hymne aufs Weiterma­chen und des lmmerwiederaufstehens»


 

Goldene Abendsonne

Der Tag war reich an Aufgaben und Begegnungen.
Erstaunlich viel hat in einem einzigen Tag Platz.
Aber auch müde werden hat seine Zeit.
Vergoldet wurde der Abend durch die dem Horizont sich zuwendende Sonne.
Es war mir, als schwebe sie neben mir über Feld und Wald mit.
Sie erinnerte mich an Jesu Wort: «Siehe, ich bin bei euch alle Tage …»

Matthäus 28,20.


 

Manchmal raunt der Wald

Manchmal raunt der Wald voll Leben,
manchmal steh’n die Bäume kahl,
manchmal bricht der Sturm verwegen
bis ins tiefe, stille Tal.

Äste brechen, Stämme bersten,
krachend fällt auf Weg und Grund,
was vor kurzem bei den Ersten
in der hohen Reihe stund.

Doch dann sinkt ein lichter Schimmer
zwischen Wolken auf das Land.
Nichts und niemand bleibt hier immer.
Alles fällt in Gottes Hand.

Theophil Tobler
Turbenthal, 09.07.2002
www.christliche-gebete.ch